Bündnis 90 / Die Grünen

Ortsverband Müllheim-Neuenburg und Umgebung

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Bündnis 90 / Die Grünen, Ov. Müllheim-Neuenburg und Umgebung

 

 

An die Bundestagsfraktion

 

Bündnis 90 / Die Grünen

Dora Pfeifer-Suger,

 Britzinger Weg 24,

79379 Müllheim,

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Ulrike Liebisch

Im Rotläuble 1

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                                                                                              Müllheim, den 13.Oktober 2008

 

Sagt „NEIN“!

 

Einen Krieg zu beenden ist schwieriger, als ihn zu beginnen

 

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

 

wir bitten Euch dringend, bei den anstehenden Abstimmungen über die Fortführung bzw. Ausweitung der Bundeswehrmandate in Afghanistan klar Position zu beziehen und dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan die Zustimmung zu verweigern.

 

Eine tatsächliche Strategiewende in Afghanistan, weg von der militärischen Strategie hin zur zivilen Konfliktlösung und humanitären Hilfe, wird nur möglich werden, wenn aus dem Bundestag klare Signale dafür kommen. Geschieht dies nicht, wird es bei Lippenbekenntnissen bleiben. Hier ist ein klares Nein notwendig. Alles andere wäre ein weiter so mit Fragenzeigen.

 

Damit wäre niemandem geholfen. Am allerwenigsten der afghanischen Bevölkerung. Die Menschen in Afghanistan sehnen sich nach Frieden, sie brauchen Frieden, um leben zu können. Die militärische Einmischung des Westens hat den Krieg angeheizt. Frieden zu schaffen mit militärischen Mitteln ist ein Widerspruch in sich. Dass dies nicht gelingen kann beweist die zunehmend eskalierende Situation in Afghanistan. Täglich sterben Frauen, Kinder und Männer bei Kampfhandlungen, werden Opfer ihrer „Befreiung“, dies sie vielleicht gar nicht in der vom Westen angestrebten Form wollen. Die ganze Region ist ein Pulverfass, in der mehre Lunten brennen. Leicht könnte der Krieg die ganz Region erfassen, eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes, auch für Europa.

 

Es ist schwierig, die Büchse der Pandora wieder zu schließen, wenn sie einmal geöffnet ist. Die klare Forderung nach einem Abzug der Bundeswehr und eine gleichzeitige Ausweitung der humanitären Hilfe inklusive des Ausbaus der Polizeiausbildung wären ein klares Signal und ein erster Schritt. Der Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan muss vorbereitet und organisiert sein. Ohne ein klares „Nein“ bei den Abstimmungen wird es aber keine Vorbereitung zum Abzug, also keine Exit-Strategie geben. Statt dessen werden mehr Soldaten nach Afghanistan geschickt, Deutschland wird immer mehr in den Konflikt hineingezogen und der Krieg eskaliert und bringt immer mehr Verderben über die Menschen, die dort leben. 

 

Herzliche Grüße

 

Dora Pfeifer-Suger                                                      Ulrike Liebisch