Bündnis 90 / Die Grünen

Bärbl Mielich MdL              

Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald

Ortsverband Müllheim-Neuenburg und Umgebung

                                                                                                                                                                                                                    www.gruene-muellheim-neuenburg.de

                                              

 

Sehr geehrte Fahrgäste,

 

bereits ab dem 10. Juni dieses Jahres soll es einen neuen Fahrplan mit reduziertem Angebot geben. Die neuen Fahrplanentwürfe liegen vor und sind im Internet unter

www.3-loewen-takt.de/d/4466  zu finden.

 

Für die Strecke Freiburg – Müllheim - Basel sollen folgende Züge wegfallen:

 

21.46 Uhr Basel - 22.23 Uhr Müllheim -  22.50 Uhr Freiburg, tägl.

Es entsteht eine Lücke von 2 Stunden.

 

 „Nachtexpress“ Offenburg 0.45 Uhr – Freiburg 1.29 Uhr – Basel 2.17 Uhr Mo-Fr.

Das bedeutet: Nächte So auf Mo bis Do auf Fr keine ÖPNV-Verbindung zwischen 23.43 Uhr und 4.56 Uhr  Freiburg-Basel

 

„Nachtexpress“ Basel 3.17 Uhr – Freiburg 3.59 Uhr– Offenburg 4.42 Uhr Sa auf So.

Ist nur Samstag auf Sonntag gefahren.

Bedeutet: Keine ÖPNV-Verbindung zwischen 22.48 Uhr  und 5.19 Uhr  Basel-Freiburg

 

6.08 Uhr und 7.12 Uhr Freiburg – Müllheim – Basel, So

7.35 Freiburg-Müllheim, So

Zwischen 5.08 Uhr  und 8.15 Uhr  fährt kein Zug mehr. Der erste Halt in St. Georgen, Ebringen und Norsingen, ist erst gegen 10.00 Uhr. In Buggingen um  5.26 Uhr  und dann wieder um 10.03 Uhr.

 

4.52 Uhr und 9.05 Uhr Müllheim - Freiburg So

7.48 Uhr Basel – Müllheim-Freiburg. So

Norsingen, Ebringen und St. Georgen werden So zwischen 7.00 Uhr und 11.00 Uhr und Buggingen von 8.00 Uhr und 11.00 Uhr nicht mehr bedient.

 

Die Durchbindungen der Münstertalbahn von/nach Bad-Krozingen - Freiburg entfallen am Wochenende.

 

Zusätzliche Halte für Buggingen, Norsingen, Ebringen und Freiburg St. Georgen sind nicht vorgesehen.

 

Die Kürzung des Öffentlichen Personennahverkehrs auf der Schiene ist der falsche Weg. Wir brauchen auf dieser Strecke einen getakteten halbstündlichen S-Bahn-Verkehr und keine weiteren Lücken im Angebot. Kürzungen führen zu einem Umstieg auf das Auto und sind gerade angesichts der Klimakatastrophe ein Schritt in die verkehrte Richtung.

 

Wir bitten Sie deshalb, machen Sie mit bei der Postkartenaktion des BUND und beteiligen Sie sich an der Unterschriftensammlung.

 

Bei der Fahrplankonferenz am 7. Februar, um 14.15 Uhr in der IHK in Freiburg, soll der neue Fahrplan festgezurrt werden. Die Fahrplankonferenz ist öffentlich, auch Sie können daran teilnehmen.

 

Hintergrund:

 

Die Bundesregierung hatte eine Kürzung der Regionalisierungsmittel, die an die Länder zur Verwendung für den Nahverkehr gezahlt werden, beschlossen. Dieser Entscheidung hatte die Mehrheit der Bundesländer im Bundesrat auch zugestimmt. Baden-Württemberg hat nun 2,2 Millionen Zugkilometer im Schienenpersonennahverkehr abbestellt. Kein anderes Bundesland hat seinen Nahverkehr so drastisch gekürzt. In vielen Bundesländern, darunter Bayern und Rheinland-Pfalz, hat es gar keine Reduzierung des Angebotes gegeben. Dabei wäre das Geld  vorhanden.

 

Doch in Baden-Württemberg sollen in den nächsten Jahren fast 3 Milliarde Euro – davon 1,25 Mill. € Mittel des Landes - in den Bau des Tiefbahnhofes in Stuttgart, (Projekt „Stuttgart 21“) gesteckt werden. Alle Verbindungen ließen sich durch den Verzicht auf dieses Prestigeprojekt erhalten. Die Tieferlegung des Stuttgarter Bahnhofs ist nicht zu finanzieren, der Aufwand steht in keinem Verhältnis zu den Zeitersparnissen und der – umstrittenen – Kapazität des Durchgangsbahnhofes. Das Projekt “Stuttgart 21” bindet auf lange Jahre hinaus Mittel, die dann im ganzen Land für sinnvolle Maßnahmen im ÖPNV fehlen. Dem „Denkmal“ Stuttgart 21 müssten zukünftig noch etliche Verbindungen als Opfer dargebracht werden!

 

Die Landesregierung muss mit der DB nach verhandeln!

Nicht wenige gestrichene Zugkilometer hätten durch energische Verhandlungen des Landes mit der DB verhindert werden können. Nach den derzeit gültigen Verträgen kann sich die Bahn bei Kürzungen des Landes diese um das 1,5fache weitergeben. Dieser schlechte Vertrag hat viel mit dem Projekt „Stuttgart 21“ zu tun. Die Landesregierung möchte ihren Partner DB bei Laune halten, um die Tieferlegung des Stuttgarter Bahnhofes nicht zu gefährden.

 

In den letzten Jahren hat der Öffentliche Verkehr, besonders auf der Schiene, um fast 50 Prozent zugelegt. Dieser Erfolg darf nicht gefährdet werden.

 

Unsere Forderungen an die Landesregierung lauten:

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Bärbl Mielich MdL                         Dr. Frank Riepl                                          Dora Pfeifer-Suger

Vorsitzender                                                    Vorsitzende

KV Breisgau-Hochschwarzwald              OV Müllheim-Neuenburg und Umgebung

 

 

 

 

KV Breisgau-Hochschwarzwald, Haslacher Straße 61, 79115 Freiburg, Tel.: 0761-7679205

OV Müllheim-Neuenburg und Umgebung, Britzinger Weg 24, 79379 Müllheim, Tel.: 07631-173657