Ortsverband Müllheim-Neuenburg und Umgebung

           

Reinhard Winkler,

Jeremias-Gmelin-Straße 10, 79424 Auggen,

Tel.: 07631-14490 ,

Mail: 0763114490@t-online.de

 
 

 

 

 

 


Bündnis 90 / Die Grünen, Ov. Müllheim-Neuenburg und Umgebung

Dora Pfeifer-Suger,

 Britzinger Weg 24,

79379 Müllheim,

Tel./Fax: 07631-173657

Mail: dora.pfeifer-suger@web.de

 

 

 

 

 

 
 

 


An die Medien

 

 

                                                                                 

                                                                                              Müllheim, den 14. Juli 2004

 

 

Pressemitteilung

 

Bündnis 90 / Die Grünen, OV Müllheim-Neuenburg und Umgebung protestieren gegen die

Wiederinbetriebnahme von Block I in Fessenheim.

 

Das Atomkraftwerk still zu legen wäre besser gewesen

 

„Anstatt Block I wieder anzufahren hätte das ganze Atomkraftwerk stillgelegt gehört“, schimpfen die Ortsverbandsvorsitzenden

Dora Pfeifer-Suger und Reinhard Winkler. Die Mängelliste des maroden Atomkraftwerks werde immer länger. Immer mehr Sicher-

heitsdefizite seien in den letzten zwei Jahren bekannt geworden. Auch die französischen Sicherheitsbehörden hätten schwerwiegende

Bedenken in Bezug auf die Erdbebensicherheit des AKW Fessenheim angemeldet. Und dabei stehe das Atomkraftwerk im tektonisch

ziemlich aktiven Oberrheingraben. Hinzu kommen Risse im Reaktor und Defizite bei den Sicherheitssystemen. Und einem Flugzeugab-

sturz würde das AKW ebenfalls nicht standhalten.

 

Block I war am Dienstag wieder angefahren worden, nachdem er vor über fünf Monaten nach einem Zwischenfall abgeschaltet worden

war. Bei Reinigungsarbeiten war versehentlich Harz in den Primärkreislauf gelangt und hatte die Filter verstopft. Zwölf Arbeiter waren

dabei verstrahlt worden.

 

„Fessenheim muss stillgelegt werden, daran führt kein Weg vorbei!“ fordern die Müllheimer Grünen. „Das Recht der Menschen auf Sicher-

heit muss schwerer wiegen als die Rentabilitätserwartungen für die Energieunternehmen. Ein Atomkraftwerk ist nicht irgendeine Fabrik in

der ein Unfall auf das Werksgelände begrenzt werden kann, sondern eine sehr gefährliche und schwer beherrschbare Technologie mit kaum

vorstellbaren Folgen, wenn diese außer Kontrolle gerät.“ Ein schwerer Unfall mit der Freisetzung von großen Mengen Radioaktivität, würde

nicht nur den Breisgau und das Markgräflerland mit seinen himmlischen Landschaften und den Weinbergen in eine Geisterlandschaft verwandeln,

sondern auch große Teile Zentraleuropas unbewohnbar machen.  In Anbetracht des bestehenden Risikos gäbe es nur eins: Fessenheim stilllegen!