Ortsverband
Müllheim-Neuenburg und Umgebung
Reinhard
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An die
Medien
Müllheim,
den 14. Juli 2004
Pressemitteilung
Bündnis 90 / Die Grünen, OV Müllheim-Neuenburg und
Umgebung protestieren gegen die
Wiederinbetriebnahme von Block I in Fessenheim.
Das Atomkraftwerk still zu legen wäre besser gewesen
„Anstatt Block I wieder
anzufahren hätte das ganze Atomkraftwerk stillgelegt gehört“, schimpfen die
Ortsverbandsvorsitzenden
heitsdefizite seien in den letzten zwei Jahren bekannt geworden.
Auch die französischen Sicherheitsbehörden hätten schwerwiegende
Bedenken in Bezug auf die
Erdbebensicherheit des AKW Fessenheim angemeldet. Und dabei stehe das Atomkraftwerk
im tektonisch
ziemlich aktiven Oberrheingraben.
Hinzu kommen Risse im Reaktor und Defizite bei den Sicherheitssystemen. Und
einem Flugzeugab-
sturz würde das AKW ebenfalls nicht standhalten.
Block I war am Dienstag
wieder angefahren worden, nachdem er vor über fünf Monaten nach einem
Zwischenfall abgeschaltet worden
war. Bei Reinigungsarbeiten
war versehentlich Harz in den Primärkreislauf gelangt und hatte die Filter
verstopft. Zwölf Arbeiter waren
dabei verstrahlt worden.
„Fessenheim muss stillgelegt
werden, daran führt kein Weg vorbei!“ fordern die Müllheimer Grünen. „Das Recht
der Menschen auf Sicher-
heit muss schwerer wiegen als die Rentabilitätserwartungen
für die Energieunternehmen. Ein Atomkraftwerk ist nicht irgendeine Fabrik in
der ein Unfall auf das
Werksgelände begrenzt werden kann, sondern eine sehr gefährliche und schwer
beherrschbare Technologie mit kaum
vorstellbaren Folgen, wenn
diese außer Kontrolle gerät.“ Ein schwerer Unfall mit der Freisetzung von
großen Mengen Radioaktivität, würde
nicht nur den Breisgau und
das Markgräflerland mit seinen himmlischen Landschaften und den Weinbergen in
eine Geisterlandschaft verwandeln,
sondern auch große Teile
Zentraleuropas unbewohnbar machen. In Anbetracht
des bestehenden Risikos gäbe es nur eins: Fessenheim stilllegen!