Bündnis 90 / Die Grünen      

Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald

Till Westermayer

Mitglied im Kreisvorstand

Grünes Büro

Haslacher  Straße 61

79115 Freiburg

till@tillwe.de

www.gruene.de/breisgau-hochschwarzwald

 

 
 

 

 

 

 


Bündnis 90 / Die Grünen, Ov. Müllheim-Neuenburg und Umgebung

 

 

 

Ortsverband

Müllheim-Neuenburg und Umgebung

Dora Pfeifer-Suger,

Mitglied im Ortsverbandsvorstand

Britzinger Weg 24,

79379 Müllheim,

Tel./Fax: 07631-173657

dora.pfeifer-suger@gruene-muellheim-neuenburg.de

www.gruene-muellheim-neuenburg.de

 

 

 

 

 

 

 
 


An die Medien

 

 

 

                                                                                             

 

 

24. August 2004

 

 

Pressemitteilung

 

 

Grüne im Kreis weiter aktiv gegen Fessenheim

Aufforderung an Fleischer, zu handeln

 

Bevor sich der CDU-Kreisvorsitzende und MDL Fleischer über die grüne Atompolitik empört,

sollte er sich erst mal an der eigenen Nase fassen und sich im eigenen Lager umsehen, voraus-

gesetzt es ist ihm ernst mit der Sorge um die Sicherheit des AKW Fessenheim,“ kritisiert der

Kreisvorsitzende Till Westermayer. Es reiche nicht aus, wenn sich die Landesregierung hinter

dem Bundesumweltminister verstecke und selbst keine Veranlassung sieht auf eine Abschaltung

des AKW Fessenheim hinzuwirken, so die Grünen weiter. Die Landesregierung sei ebenfalls in

der deutsch-französischen Kommission für Fragen der Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen

vertreten und trage Verantwortung für die Sicherheit der Bevölkerung.

 

Stattdessen seien aber in Antworten auf parlamentarische Anfragen folgende Sätze zu lesen:

„Für die Sicherheitsbewertung der französischen Kernkraftwerke ist die französische Sicherheits-

behörde zuständig…. Bei der zweiten 10-Jahres-Revision wurden die beiden Blöcke des Kern-

kraftwerks Fessenheim im Jahr 1999 bzw. 2000 intensiv geprüft. Die französische Behörde hat

festgestellt, dass es keine Gründe gibt, die gegen einen Weiterbetrieb von weiteren 10 Jahren

sprechen…..“  Auch der Hinweis auf die Vergleichsstudien zwischen den AKWs Neckarwestheim

und Fessenheim fehlt nicht: „In den Berichten wird zusammenfassend festgestellt, dass es zwar

Unterschiede bei einzelnen Sicherheitsvorkehrungen zwischen den beiden Kernkraftwerken gibt,

dass aber die Sicherheitsanforderungen und das Sicherheitsniveau der Anlagen vergleichbar

hoch sind.“

 


"Wenn zwischen beiden AKWs ein vergleichbares Sicherheitsniveau besteht, dann folgt daraus für

uns die Konsequenz, sich für die Stilllegung beider AKWs einzusetzen“, fordert die Ortsverbands-

vorsitzende der Grünen Müllheim-Neuenburg, Dora Pfeifer-Suger Doch stattdessen müsse man

feststellen, dass sich die Landesregierung bequem im Sessel zurücklehne und keine Veranlassung

sehe, selbst die Initiative zu ergreifen.

 

Auch die Kreisgrünen sind mit der stark von der Rücksichtnahme auf die deutsch-französischen

Beziehungen geprägten Position des Bundesumweltministers nicht zufrieden und fordern zusam-

men mit dem OV Müllheim-Neuenburg und Umbebung Jürgen Trittin in einem Schreiben auf, die

Sorgen der Grenzregion deutlicher zu unterstützen. Dies dürfe aber kein Grund für die Landesregie-

rung sein, jetzt das Schwarze-Peter-Spiel zu spielen und sich hinter dem Bundesumweltminister zu

verstecken, statt sich um die Sicherheit der Bevölkerung zu kümmern und auf eine dauerhafte Ab-

schaltung des AKW Fessenheim hinzuwirken.

 

„Machen Sie jetzt Nägel mit Köpfen, Herr Fleischer und nutzen Sie ihre Verbindungen zur Landesre-

gierungen dafür, dass diese jetzt alle erdenklichen Schritte unternimmt, um die Abschaltung von

 Fessenheim zu erreichen und den Ausstieg aus der Atomkraft voranzutreiben“, fordern die Grünen.

 

Für die Grünen werden der Ausstieg aus der Atomkraft und ganz konkret die Stilllegung von Fessen-

heim weiterhin oberste Priorität haben. "Wir sind jetzt gespannt darauf, ob Herr Fleischer und die

CDU hier bereit sind, die Kritik an der Atomenergie mit zu tragen“, erklärt Till Westermayer.