Ortsverband
Müllheim-Neuenburg und Umgebung
Reinhard
Winkler, Jeremias-Gmelin-Straße
10, 79424 Auggen, Tel.:
07631-14490 , Mail: 0763114490@t-online.de
Dora
Pfeifer-Suger, Britzinger Weg 24, Mail: dora.pfeifer-suger@web.de
79379 Müllheim,
Tel./Fax: 07631-173657
An
die Bundestagsfraktion von
Bündnis
90 / Die
7. Dezember 2003
Kein Export der Plutonium-Fabrik nach China!
Keine Subventionierung von Atomtechnologie!
Konsequent aussteigen, keine Neueinstieg durch die
Hintertür!
Liebe
grüne Politik muss
glaubwürdig sein. Diesen Anspruch hatten wir immer an uns selbst gestellt. Doch
die Glaubwürdigkeit grüner Politik steht auf dem Spiel.
Eine Zustimmung der
rot-grünen
Die Brennelementefabrik ist
ein wichtiger Baustein zur Produktion von waffenfähigem Plutonium. Eine
„zuverlässige internationale Kontrolle“ wird nicht möglich sein. Allenfalls
kann sie den „Missbrauch“ zur Atomwaffenproduktion feststellen. Aber was wollt
Ihr dann dagegen unternehmen? Laut protestieren , oder die USA bitten,
militärisch einzugreifen? Allein diese Überlegungen zeigen, dass es nur eine
Sicherheit gibt, nämlich die Anlage nicht zu exportieren.
Atomtechnologie ist ein
Auslaufmodell. Nach diesem Leitsatz müssen auch die politischen Entscheidungen
fallen. Selbst wenn China die Brennelementefabrik tatsächlich „nur“ für zivile
Zwecke nutzen würde, die Anlage und die dazugehörenden Atommeiler stellen ein
Gefährdungspotential für die Bevölkerung dar. Hinzu kommt das ungelöste
Atommüllproblem, mit dem wir kommenden Generationen eine gefährliche Hypothek
hinterlassen. Das gleiche gilt für den Atommeiler den Siemens in Finnland bauen
will. Dafür darf es keine Hermesbürgschaft geben. Wenn Siemens meint, diese
gefährliche und unbeherrschbare Technologie in alle möglichen Länder
exportieren zu müssen, dann muss Siemens auch das finanzielle Risiko tragen. Es muss endlich ein Ende haben mit der
Subventionierung der Atomtechnologie. Und eine Hermes-Bürgschaft ist nun
mal nichts anderes als eine Subventionierung einer Technologie, aus der
Deutschland aussteigen will.
Wenn die deutsche Regierung
und die
Siemens plant in
Zusammenarbeit mit FRAMATOME den Bau eines Euroreaktors in Frankreich und setzt
alles daran diese Technologie auch in Deutschland wieder gesellschaftsfähig zu
machen. Einer der wahrscheinlichsten Standorte für den ersten Euroreaktor ist
Fessenheim, direkt an der deutschen Grenze nur wenige Kilometer Luftlinie von
Müllheim und Neuenburg entfernt. Wie
sollen wir gegen diese Vorhaben protestieren, wenn gleichzeitig von Seiten der
rot-grünen Regierung der Export von Atomanlagen unterstützt und subventioniert
wird?
Der Ausstieg muss konsequent umgesetzt werden!
Kein Neueinstieg durch die Hintertür!
Wir wünschen Euch viel Erfolg
und Durchhaltevermögen
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Winkler Dora
Pfeifer-Suger