Bündnis 90 / Die Grünen
Ortsverband Müllheim-Neuenburg und
Umgebung
Pressemitteilung
Müllheim, den 11. Oktober 2004
Städtische Wohnungen
nicht verkaufen
Die Müllheimer Grünen warnen, vor dem bereits zu Beginn
dieses Jahres von Bürgermeister René Lohs angekündigten und mittlerweile
weiterentwickelten und erneut bestätigten Vorhaben, die städtischen Wohnungen
zu privatisieren, um die Einnahmesituation zu verbessern.
Dieses Vorhaben sei sozialpolitisch sehr brisant und äußerst
fragwürdig, stellen die Grünen fest. Schließlich sei das städtische
Wohnungspotential für Familien mit geringen Einkommen oft die einzige Chance
auf eine menschenwürdige und bezahlbare Unterkunft. Dass die Nachfrage nach
preisgünstigem und bezahlbarem Wohnraum sehr viel höher sei als der Bestand
zeigten die langen Wartelisten bei der Stadt und die zahlreichen Familien, die
seit Jahren auf eine angemessene Wohnung warteten. Und die Nachfrage werde
weiter steigen. Wenn erst die Hartz IV – Regelungen einmal greifen würden, dann
werde es auf dem Wohnungsmarkt für preisgünstige Wohnungen noch enger werden.
Dass der soziale Wohnungsbau bereits weitgehend dem Sparzwang zum Opfer
gefallen sei, verschärfe die Situation noch zusätzlich. Die Stadt dürfe diese
Aufgabe der Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum nicht alleine auf Private
abwälzen. Die Fürsorgepflicht der Stadt gelte auch bzw. gerade gegenüber
einkommensschwachen Familien. „Kinder brauchen ein Zuhause, damit sie sich auch
entwickeln können und eine entscheidende Voraussetzung für gute Entwicklungschancen
ist eine angemessene Wohnung“, so
Wenn Immobilien verkauft werden müssten, dann könnten dafür
nur Gewerbeflächen und kleinere Häuser mit bis zu vier Wohnungen in Frage
kommen. Immobilien mit mehr als 5 – 6 Wohnungen müssten auf jeden Fall im
Besitz der Stadt bleiben.
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Reinhard
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