{"id":3263,"date":"2021-10-23T00:10:24","date_gmt":"2021-10-22T22:10:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gruene-muellheim-neuenburg.de\/up\/?p=3263"},"modified":"2021-10-23T00:11:25","modified_gmt":"2021-10-22T22:11:25","slug":"pm-wenn-der-letzte-baum-gerodet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.gruene-muellheim-neuenburg.de\/up\/?p=3263","title":{"rendered":"PM Wenn der letzte Baum gerodet&#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>M\u00fcllheim, den 17. Oktober 2021<\/p>\n\n\n\n<p>PRESSEMITTEILUNG<\/p>\n\n\n\n<p>Der Forstwirtschaftsplan f\u00fcr 2022 verhei\u00dft nichts Gutes f\u00fcr den Eichwald. Die ca. 4 ha gro\u00dfe Schirmschlagfl\u00e4che am Hoyerst\u00e4nnle soll erheblich erweitert, m\u00f6glicherweise sogar mehr als verdoppelt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Angaben in der Gemeinderatsvorlage waren leider unzureichend. Genauere Angaben fehlten. Vollkommen unklar blieb, wieviel Holz an welchen Orten im Wald eingeschlagen wird. Das l\u00e4sst nichts Gutes erahnen! Klar ist, dass am Hoyerst\u00e4nnle in Richtung Blauenblick viele Eichen gef\u00e4llt werden sollen. Den beliebten Pfad, der parallel zum Weg im Wald verl\u00e4uft, wird es dann nicht mehr geben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.gruene-muellheim-neuenburg.de\/up\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Hoyerstaennle-27.-Jan.-2020-9-1-800x600.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3266\" width=\"484\" height=\"363\" srcset=\"http:\/\/www.gruene-muellheim-neuenburg.de\/up\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Hoyerstaennle-27.-Jan.-2020-9-1-800x600.jpg 800w, http:\/\/www.gruene-muellheim-neuenburg.de\/up\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Hoyerstaennle-27.-Jan.-2020-9-1-400x300.jpg 400w, http:\/\/www.gruene-muellheim-neuenburg.de\/up\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Hoyerstaennle-27.-Jan.-2020-9-1-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.gruene-muellheim-neuenburg.de\/up\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Hoyerstaennle-27.-Jan.-2020-9-1-1536x1152.jpg 1536w, http:\/\/www.gruene-muellheim-neuenburg.de\/up\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Hoyerstaennle-27.-Jan.-2020-9-1-2048x1536.jpg 2048w, http:\/\/www.gruene-muellheim-neuenburg.de\/up\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Hoyerstaennle-27.-Jan.-2020-9-1-150x113.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Weitere F\u00e4llma\u00dfnahmen sollen im Bereich Ziegleweg &#8211; Nikolausweg \u2013 Steinigweg &#8211; Oberer- und Unterer Breitholeweg stattfinden. Vorratspflege hei\u00dft die Ma\u00dfnahme, bei der haupts\u00e4chlich Buchen gef\u00e4llt werden sollen. Auch hier fehlen konkrete Informationen und eine genauere Fl\u00e4chenabgrenzung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach den Vorlagen sollen in den 1563 ha M\u00fcllheimer Stadtwald sollen etwa 11.600 Festmeter Holz geschlagen werden. Allein in dem ca. 300 ha gro\u00dfen M\u00fcllheimer Eichwald sollen etwa 500 Festmeter Eiche und mehr als 2000 Festmeter Buche gef\u00e4llt werden. Wo die restlichen knapp 9000 Festmeter gef\u00e4llt werden sollen, ist trotz Nachfragen aus dem Gemeinderat nicht bekannt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die massiven Eingriffe des Forstamtes Staufen wird das Wald\u00f6kosystem auf mehrfache Weise gest\u00f6rt und langfristig gesch\u00e4digt. Auch der Eichwald zeigt bereits Spuren des \u201eneuen\u201c Waldsterbens. Durch ein Aufrei\u00dfen des Kronendaches werden die Best\u00e4nde destabilisiert und st\u00e4rker der Trockenheit ausgesetzt und so letztendlich stark geschw\u00e4cht. Durch die Entnahme von B\u00e4umen wird das Kronendach weiter aufgerissen, so dass Sonne und Hitze ungehindert auf die verbliebenen B\u00e4ume treffen und diese sch\u00e4digen. Hinzu kommt, dass dadurch das Waldklima negativ beeinflusst wird und der Boden schneller austrocknet. Es entsteht ein Dominoeffekt, der durch Festhalten an gewohnten forstlichen Methoden nicht aufzuhalten ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das vom Forstamt Staufen betriebene massenhafte F\u00e4llen alter Eichen und Buchen im M\u00fcllheimer Eichwald ist verantwortungsloser Raubbau und muss gestoppt werden. Gelingt dies nicht und die Pl\u00e4ne des Forstamts Staufen werden so umgesetzt, wie im Forsteinrichtungswerk geplant, wird dies negativen Einfluss auf Natur- und Wasserhaushalt sowie das Klima in M\u00fcllheim haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Leider ber\u00fccksichtigt das Forstamt Staufen in seinem Wirken die aktuelle forstfachliche Walddebatte nicht und arbeitet nach traditionellen, in Zeiten des Klimawandels jedoch \u00fcberholten Methoden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es muss ein Umdenken stattfinden, weg von der rein an Festmeterzahlen und Euro orientierten Waldbewirtschaftung, hin zu \u00f6kologischen Waldbewirtschaftung und naturnahen W\u00e4ldern.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcllheim, den 17. Oktober 2021 PRESSEMITTEILUNG Der Forstwirtschaftsplan f\u00fcr 2022 verhei\u00dft nichts Gutes f\u00fcr den Eichwald. 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