PM Busfahrplan bedarf der Nachbesserung

Der neue Nahverkehrsplan des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald bringt Veränderungen bei den Busfahrplänen.

Auf einen neuen Fahrplan umgestellt wurde die Linie Badenweiler-Müllheim-Bahnhof, ehemals Linie 111 jetzt Linie 650B. Mehr Verbindungen sollte es geben und eine Vertaktung sollte alles vereinfachen.  „Leider muss man bei genauem Hinsehen feststellen, dass es unterm Strich nicht zu einer Verbesserung, gekommen ist“, erklärt Dora Pfeifer-Suger, Vorstandsmitglied des Bündnis 90/Die Grünen OV. So gäbe es anstelle des versprochenen Halbstundentaktes über mehrere Stunden am Vormittag und nach 19:00 Uhr nur einen Stundentakt. „Für mehrere Nahverkehrszüge gibt es jetzt keine adäquate Busanbindung, so dass wieder vermehrt mit dem Auto zum Bahnhof gefahren werden wird, was alles andere als sinnvoll ist“. Es sei nicht so spaßig im Winter und bei Dunkelheit an einem zugigen Bahnhof länger als max. 10 Minuten auf einen Anschluss zu warten.

Da die Nahverkehrszüge nicht im Takt fahren, mache es wenig Sinn, den Busverkehr zu takten. Wenn, dann müssten die Busse in einem sehr engen Takt von ca. 15 Minuten verkehren. Davon sei man mit einem Halbstunden- bzw. Stundentakt aber weit entfernt.

Zudem verkehrten nach dem neuen Fahrplan auf der Strecke Badenweiler-Müllheim-Bahnhof und zurück 3 bzw. 2 Busse weniger als vorher. Mit diesen eingesparten Verbindungen könnte zumindest der Halbstundentakt ausgeweitet und einige Lücken geschlossen werden, so die Grünen. Positiv dagegen sei, dass es jetzt in den Abendstunden bis kurz vor Mitternacht Busverbindungen auf dieser Strecke gäbe.

Unsere Forderung: von und zu jedem Zug ein Bus bleibt bestehen. Helfen würde fürs erste schon ein durchgehender Halbstundentakt mind. bis 20:00 Uhr und eine deutliche Verbesserung der Anbindungen an die Abendzüge.

„Ein ÖPNV, der dazu veranlasst, vom Auto auf den Nahverkehr umzusteigen, erfordert Umsteigezeiten von max. 10 Minuten. Nur so kann eine Reduzierung des Individualverkehrs erreicht werden“ so Dora Pfeifer-Suger. „Die Folgen der Klimaveränderungen sind nicht mehr zu übersehen und zeigen uns deutlich, dass JETZT gehandelt werden muss.“

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